Des Künstlers Werkstatt-Tagebuch....

 

 

 

 

 




03. Juni 2019, 15:52

Stadtfest in Wermelskirchen

Bei üppigen 30° hat sich der Kunstverein auf dem Stadtfest in Wermelskirchen präsentiert. Vor allem die beiden "Ausmalbilder" wurden von Kindern und Erwachsenen engagiert und mit viel Spaß "bearbeitet"...

Redakteur

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30. Mai 2019, 21:00

Neue Arbeiten

Hallo liebe Kunstfreunde,

ich habe in den Abteilungen "Linoldruck/Grafik" und "Aboriginee" neue Arbeiten eingestellt.
"Moorla" ist ein klassischer Linoldruck...die anderen drei Arbeiten sind Radierungen auf aluminiumkaschierten Milchtütenpapier...eine sehr interessante Technik, die mir mein Künstlerbruder Michael Dangel nahe gebracht hat...

Redakteur

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17. Mai 2019, 14:09

Ältere Arbeiten...

Vor ein paar Tagen bat mich ein Kollege des Kunstvereins, ob er seinen Linolschnitt "Portrait John Lennon" auf meiner Druckerpresse ausführen könne...klar, kein Problem und immer gerne...am Ende des Abends ist ihm eine richtig tolle Serie gelungen...beim Aufräumen habe ich dann meine bereits vor Jahren gefertigte "Musiker"-Serie ausgegraben und diese jetzt in der Abteilung "Linoldruck / Grafik" eingestellt.

Viel Spaß beim stöbern...vielleicht inspiriere ich ja die eine oder den anderen...

Redakteur

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29. April 2019, 08:10

Neue Arbeiten...Ausstellungen...

Nicht nur in Gedanken bei den nächsten Ausstellungen...
"Veronika", mein nächstes Yidaki, ist fertig und wird in der Frühjahr- Ausstellung des Kunstvereins in Wermelskirchen, Markt 9, welche am kommenden Sonntagnachmittag um 15.00 eröffnet wird, erstmals präsentiert.
Ebenso "Equinoxe". Hier habe ich seit langem noch einmal mit verschiedenen Materialien auf einer Holzplatte gearbeitet.
Bilder beider Arbeiten sind in der Abteilung Skulptur und Aboriginee eingestellt.
Schon jetzt sei auch auf den Kunst- und Klang-Markt in und am Haus Martfeld in Schwelm hingewiesen, welcher am 16.06.2019 stattfindet.
Hier werde ich meine Yidakis präsentieren und vorführen.
Ich freue mich, auch für euch, auf einen schönen und kreativen Mai, beginnend mit einem tollen Maifest im Eifgen.
Vielleicht sieht man sich dort....

Redakteur

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08. April 2019, 09:18

Gedanken....

"Mit Träumen meinen wir den Glauben, dass diese Wesen vor langer Zeit die menschliche Gesellschaft begannen-sie fertigten alle natürlichen Dinge und legten sie an einen besonderen Platz. Diese träumenden Wesen waren mit besonderen Orten oder Wegen und Pfaden verbunden. An vielen Stellen verwandelten sich diese Wesen selbst in Orte, in denen ihr Geist dann verblieb. Aborigines haben eine besondere Verbindung mit allem was natürlich ist. Aborigines sehen sich selber als Teil der Natur...es stimmt, dass Menschen, die zu einem bestimmten Gebiet gehören, wirklich Teil dieses Gebietes sind und dass, wenn dieses Gebiet zerstört wird, sie auch zerstört werden".

Aboriginal-Mann, Australien.

"Wenn wir diese Bindung an das Land verlieren, wird nichts mehr übrig sein. Wir werden ausgelöscht sein. Wir existieren als Volk durch unser angestammtes Land. Das ist alles, was wir sind".

Adrian Burragubba, Aborigine, 2015

"Wir leben noch immer in Schmerz und Trauma".

Yalmay Yunupingu, Aborigine, 2014

Redakteur

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04. Januar 2019, 19:09


Vor ein paar Wochen fiel mir ein Werkbuch in die Hand, welches mein Vater (er war Grundschullehrer und unterrichtete auch Kunst...) wohl für den Unterricht angeschafft hat.
Der Titel des Buches lautet:
Das Spiel mit den bildnerischen Mitteln, Band 1, Werkstoff Papier,
herausgegeben 1959 von Ernst Röttger in Zusammenarbeit mit Dieter Klante im Otto Maier Verlag Ravensburg.
Schon das Vorwort, verfasst von Teo Otto, damaliges Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und Namensgeber des Stadttheaters in Remscheid ist so aktuell in seiner Aussage, dass ich es hier gerne im Wortlaut wiedergeben möchte:

Funktionelles und kommerzielles Denken beherrschen in unserer Zeit unbarmherzig die Daseinsform. Der Mensch und die Dinge sind einer organisierten Verzweckung, Vernutzung, Verfunktionalisierung ausgesetzt. Der Mensch ist nicht mehr das Maß der Dinge. Sein Maß ist die Verkaufschance, sein Wert das Einkommen. Das rechnerische und das organisatorische Raster der Ökonomie scheidet in seiner Dichte immer mehr die Welt des Gefühls, der Liebe, der Poesie, des Spiels als bedeutungslos und lästig aus.
Das Tempo und der Umfang der technischen Entwicklung gestatten das Unfassbare nicht mehr. Die Technik betrachtet, gemessen an ihren Möglichkeiten, den Menschen als Fehlkonstruktion und überschüttet ihn gleichzeitig mit den Reichtümern der Erde. Die Technik darf für sich in Anspruch nehmen, das zentrale Problem unserer Epoche, die soziale Frage, die sie allerdings selbst heraufbeschworen hat, auch einer Lösung entgegenzuführen.
Diese sich abzeichnende Tatsache ist ein Triumph des Menschen. Inmitten einer ungeahnten Fülle erweist sich jedoch die Zerstörung der Welt der Poesie als ein zu hoher Preis. Ohne das Spektrum der Poesie ist sein Herz blind, sind die Dinge, die ihn umgeben, schal. Die Landschaft der Zahlen, die er durchwandert mit ihrem Hexeneinmaleins, mit ihren Wundern, mit ihren kunstvollen Fiktionen, ist von monotoner Öde. Es ist die Landschaft des Grauens, durch die er schreitet und er entdeckt, dass er, versichert, voller Angst ist, dass er, dicht gedrängt, allein ist, dass er die Zeit totschlägt und keine Zeit mehr hat, dass er trotz Tuchfühlung den Mitmenschen nicht mehr erreicht, Dass er rufend ungehört bleibt, dass er missbrauchend missbraucht wird. Die Verantwortlich weisen auf die Gefahr hin und in die Diskussionen der aufgeschlossenen Jugend im Westen wie im Osten schält sich das Problem heraus:
Wie verhindert der Mensch bei stetigem Steigen des Spiegels des Komforts das Absinken des Spiegels der Poesie? In diesem Bemühen kommt der Beschäftigung mit der Kunst, gleich in welcher Form, gleich in welcher Qualität, besondere Bedeutung zu.
Empfindung und Sensibilität sind ihre Voraussetzung, Spiel ihr Beginn. Kunst ist kein Privileg. Jeder trägt die Disposition zum Schöpferischen in sich. Der Mensch ist wie ein verklebtes Buch: staunend kann er sich lesen, wenn es gelingt, die Seiten zu lösen. Seine schöpferischen Möglichkeiten, verschüttet unter Konventionen, gilt es zu erschließen…Spiel ist der Sinn des Sinnlosen, ist die Entdeckung des Nichtwollenden, ist die Überraschung des Neugierigen. Das „sich finden“ und das „zu sich kommen“, verliebt in den Vorgang des Spiels und in das Material, schließen dem Spielenden immer neue Formen und Wirkungen auf und ahnend fühlt er eine Welt, die unbegrenzt ist in ihrer Schönheit und in ihrem Zauber. Spiel ist der Schlüssel zu Poesie und zu jener Pforte, durch welche die Götter einziehen können, die imstande sind, dem Dasein wieder Glanz und Farbe zu geben und das Schöpferische zu beflügeln. Zitatende.

In diesem Sinne wünschen ich allen ein frohes, vor allem gesundes (wenn der Mensch gesund ist, kann er an allem anderen arbeiten), aber auch kreatives und erfolgreiches Neues Jahr.

Redakteur

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